Was ihr über den Nikolaus und Knecht Ruprecht wissen solltet

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Am 6. Dezember ist wieder Nikolaus-Tag; die Kinder freuen sich auf ihre vorweihnachtlichen Geschenke, die sie dann am Morgen des 6. oder – je nach Region – am 6. Dezember abends in ihren Stiefeln auf der Treppe oder sonst wo finden werden.

Der Nikolausbrauch kommt ursprünglich aus der Verehrung des Heiligen Nikolaus von Myra, der in der katholischen Kirche als Heiliger gilt. Myra liegt in der heutigen Türkei ca. 100 km Luftlinie von Antalya entfernt an der Küste. Wann er genau geboren ist, weiß man nicht; es sollte in den Jahren zwischen 270 und 286 nach Christus gewesen sein. Die Geschichte dieses Tages ist eigentlich eine traurige, denn der 6. Dezember gilt als Todestag des Heiligen Nikolaus, der sein gesamtes Vermögen an die armen Menschen verteilte. Dass er an einem 6. Dezember gestorben ist, weiß man angeblich genau. In welchem Jahr aber, weiß man nicht. Egal. Der 6. Dezember gilt ganz einfach als Nikolaustag und das nicht nur bei uns.

Aber wer ist eigentlich dieser Knecht Ruprecht?

Knecht Ruprecht hat im christlichen Glauben nichts zu suchen. Er ist sozusagen der böse Gegenpart des Nikolaus‘. Er begleitet Nikolaus auf seinem Weg zu den Kindern und kümmert sich um die, die eben nicht brav waren. Optisch ist er so eine Mischung aus Teufel und Räuber Hotzenplotz.

Ruprecht ist die Figur, die früher die Kinder zu Fleiß und vor allem Frömmigkeit ermahnen sollte. Knecht Ruprecht hat auch noch andere Namen, wie Belznickel oder Belzmertel (in Franken auch Pelzmärtel), ja sogar Beelzebub wird er in manchen Orten genannt. Und Beelzebub ist ein anderer Name für Teufel. Woher Knecht Ruprecht nun kommt, weiß man auch nicht so genau. Manche behaupten aus dem Alpenvorland, andere sprechen von Thüringen oder Sachsen-Anhalt. Seinen Ursprung hat die Figur von Knecht Ruprecht im Spätmittelalter. Dort galt er als Kinderschreck und als zusätzliches „Erziehungsmittel“. Viele Kinder hatten früher tatsächlich Angst davor, dass sie der Knecht Ruprecht in den Sack steckt und mitnimmt. Und wenn die Kinder ihre Eltern fragten, wo er denn die Kinder hinbringt, dann sagten sie, dass sie es nicht wüssten. Denn es sei ja noch nie ein Kind zurückgekommen.

Tja, früher wurden die Kinder anders erzogen. Da gab es schon mal ne Ohrfeige oder eine auf den Hintern. Und wenn das alles nichts half, wurde halt mit dem Knecht Ruprecht gedroht. Aber diese Zeiten sind ja schon lange vorbei. Und Schlagen, Einsperren oder andere Drohungen aussprechen sind KEINE Erziehungsmethoden.

Falls ihr nun behauptet, ihr hätte von diesem Knecht Ruprecht noch nie etwas gehört, so möchte ich dagegen fast wetten. Denn ihr kennt sicher alle das Gedicht von Theodor Storm „Von drauß vom Walde komm ich her…“. In diesem Stück von 1862 beschreibt Knecht Ruprecht selbst gegenüber dem Christkind seine Tätigkeit.

Und in manchen nicht ganz ernst zu nehmenden Weihnachtsliedern kommt er auch vor. Wie z. B. im X-Mas-Rap von Hape Kerkeling.

Falls ihr mal Hilfe oder Unterstützung braucht in Angelegenheiten, in denen ihr vielleicht mit niemandem sprechen wollt, wendet euch einfach an uns. Euch einen schönen Nikolaustag mit ein paar kleinen Überraschungen.

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