Silvesterfeuerwerk: So bleibt das „Spiel mit dem Feuer“ für Euch ungefährlich

Okay, wir wissen, dass es nervt, wenn Ihr immer wieder von Erwachsenen ermahnt werdet, mit dem Silvester-Feuerwerk vorsichtig zu sein. Schließlich seid ihr alle schon „groß“ und viele Erwachsene sind gerade in der Silvesternacht keine guten Vorbilder. Sichtlich und hörbar angetrunken zünden sie Kracher oder lassen Raketen ohne Vorwarnung steigen.

  • Haltet Euch von betrunkenen Menschen fern. Betrunkene sich unvorsichtig, schätzen die Gefahr nicht richtig ein, oder kommen auf ganz riskante Ideen, was man mit den Feuerwerkskörpern anstellen könnte. Extrem gefährlich!

Aber nicht nur Betrunkene sind unberechenbar. Auch Jugendliche, die besonders cool sein wollen oder junge Typen, die den Mädchen mit ihrem „Mut“ imponieren wollen. Kracher so lange als möglich in der Hand halten, oder eine Rakete in der Hand starten lassen, das sind keine coolen Aktionen, sondern gefährlich und blöd. Denn nicht selten landen diese „coolen Typen“ dann in beheizten Krankenhäusern. Ein großer Böller, der in der Hand explodiert, kann Knochen durchtrennen, Finger abreißen oder im schlimmsten Fall zum Verlust der ganzen Hand führen.

  • Jugendliche, die mit Feuerwerk unvorsichtig umgehen, sind zu meiden. Wenn Ihr solche Typen auf der Straße seht, geht auf Abstand!

Abstand ist auch ein gutes Stichwort für Böller. Manche Böller sind bis zu 170 dB laut. Ab 120 dB schmerzt ein Knall im Ohr. Das gemeine: Man merkt diesen Schmerz nicht, weil er nur von ganz kurzer Dauer ist. Allerdings kann das Ohr einen dauerhaften Schaden davontragen. Wenn Ihr in einer Gegend wohnt, in der viel geknallt wird, tragt am besten Ohrstöpsel.

Neben den Gehörschäden sind Augenverletzungen in der Silvesternacht besonders häufig. Durch den Funkenflug oder die Hitze einer aufsteigenden Rakete kann es zu Sehschwächen kommen. Manche dieser Augenverletzungen sind so schwer, dass es keine Chance auf Heilung gibt.

  • Raketen müssen immer in sicherer Entfernung aus einer standsicheren Flasche oder einem im Boden steckenden Rohr abgeschossen werden. Am besten man macht einen Platz aus, auf dem die Zuschauer stehen und lässt verantwortungsvolle Erwachsene die Raketen zünden.

Übrigens: Für das Silvesterfeuerwerk 2016 wurden in Deutschland 133 Millionen Euro ausgegeben. Geld, das im wahrsten Sinne des Wortes „verpulvert“ und in den „Wind geschossen“ wird. Klar ist es schön anzusehen. Aber Ihr könnt Euch auch mal überlegen, ob man auf Feuerwerk verzichtet. Seit Jahren gibt es die schöne Aktion „Brot statt Böller“. Die Hilfsorganisation ruft dazu auf einen Teil des Geldes, was für Feuerwerk ausgegeben wird zu spenden.

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