Konferenz gegen die Kinderarbeit bleibt ohne Ergebnis

Anfang des Monats gab es in Argentinien, genauer in der Hauptstadt Buenos Aires, eine Konferenz gegen die Kinderarbeit. Getroffen hat sich dort die Internationale Arbeitsorganisation ILO. Die Zahlen, die bekannt wurden, sind erschreckend. Auf unsrer Welt müssen noch immer 152 Millionen Kinder arbeiten; 73 Millionen davon unter sehr harten Bedingungen. Das aller schlimmste: von diesen 73 Millionen Kindern werden rund 10 Millionen wie Sklaven gehalten. Am schlechtesten haben es die betroffenen Kinder in Afrika und Asien. Sie können oft noch nicht einmal eine Schule besuchen, weil es in ihren Ländern Kriege oder andere Schwierigkeiten gibt.

Die Organisation Amnesty International, die sich für Menschenrechte einsetzt, hat auf dieser Konferenz den Vorwurf geäußert, dass die großen Konzerne noch immer viel zu wenig gegen die Kinderarbeit unternehmen. Dabei geht es um Firmen wie Daimler Benz, BMW, VW oder Samsung, Microsoft und Apple.

Gerade der Abbau des Rohstoffs Kobalt, den man für die Akkus der Smartphones, Laptops und Elektroautos braucht, ist sehr harte und ungesunde Arbeit. Im afrikanischen Staat Kongo arbeiten schätzungsweise 40.000 Kinder täglich 12 Stunden für einen Lohn von einem bis zwei Dollar pro Tag. Das entspricht zwischen 85 Cent und maximal 1,70 Euro. Noch schlimmer ist es aber, dass der Abbau von Kobalt für die Lunge sehr gefährlich ist. Gänge in den unterirdischen Stollen stürzen ein und viele Kinder erleiden Vergiftungen. Schutzkleidungen und Helme gibt es in diesen Bergwerken nämlich nicht.

Die Firmen, die dieses Kobalt brauchen, kümmern sich aber nicht genug um die Kinder, die quasi für sie schuften müssen. Wenigstens der Autobauer BMW will jetzt sorgfältiger mit seinen Bestellungen umgehen. Aber für Amnesty International sind diese Bemühungen alleine nicht ausreichend.

Wenn ihr mal sehen wollt, wie Kinder für die Herstellung unserer Smartphones schuften müssen, schaut Euch dieses Video an.

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