Immer mehr Kinder wachsen in Hartz IV auf

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In Deutschland leben immer mehr Kinder dauerhaft in einer sogenannten Hartz IV Familie. In diesem Jahr waren es im August schon über 500.000 Kinder unter 15 Jahren, die seit mindestens vier Jahren von den Sozialleistungen ihrer Eltern leben müssen. Was Hartz IV genau ist, könnt ihr ja hier auf unserer Seite nachlesen

Woher kommt diese hohe Zahl der Hartz IV Empfänger?

In unserem Land spricht man immer vom Wirtschaftsaufschwung. Wenn man die Zahlen glauben will, so könnte man davon ausgehen, dass immer mehr Erwachsene, die arbeitslos sind, wieder einen Job bekommen. Dem ist aber nicht so. Zwar werden viele arbeitslose in Jobs vermittelt; aber in diesen Jobs verdienen sie so wenig Geld, dass sie auf die Sozialleistungen, die unser Staat bezahlt, nicht verzichten können.

Hier spricht man vom Niedriglohnsegment. Und wenn die Eltern zu wenig Geld verdienen, leben die Kinder zwangsläufig in Armut. Genauso schlimm ist, dass sich solche Eltern oft wertlos fühlen und schlecht gelaunt sind. Viele werden deshalb auch krank.

In den Familien fehlen die guten Vorbilder

Kinder, die in solchen Familien aufwachsen müssen, haben es besonders schwer. Einmal davon abgesehen, dass sie eben nicht die angesagten Klamotten tragen können, oder die neuesten Handys haben, fehlt ihnen auch die Vorbildfunktion der Eltern. Denn viele Kinder leben in dem Glauben, dass ihre Eltern ihr eigenes Leben nicht selbstverantwortlich in die Hand nehmen können.

Eltern in Hartz IV bekommen oft weniger als ihnen zusteht

Immer wieder lesen wir davon, dass es zu viele Menschen gibt, denen von dem Geld, das sie bekommen, auch noch etwas abgezogen wird. Und nicht immer zu recht. Manchmal versäumen sie einen Termin beim Jobcenter oder sie wollen einen Job nicht machen. Dann wird ihnen von dem wenigen Geld auch noch etwas abgezogen. Gerade so, als ob das Taschengeld gekürzt wird, weil man nicht „lieb“ war. Zum Glück gibt es aber verschiedene Organisationen, die Euren Eltern helfen können, wie zum Beispiel der Deutsche Schutzverband gegen Diskriminierung e. V. Der hat sogar eine eigene Webseite für Betroffene. Die könnte ihr, wenn Eure Familie betroffen ist, gern Euren Eltern einmal zeigen. Die Seite findet ihr HIER.

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