Das Schreiben mit der Hand – braucht man das noch?

Na, wie ist es? Schreibt Ihr noch gerne mit der Hand? Und damit meinen wir nicht nur in der Schule, sondern auch mal so. Einen netten Brief an die Freundin oder eine altmodische Postkarte aus dem Urlaub… Viele glauben ja, dass man durch die Digitalisierung gar nicht mehr schreiben muss. Heute geht doch alles über den Computer oder das Smartphone. Und wer auch da nicht tippen will, der bedient sich einfach der Sprachsteuerung. Aber mit der Hand zu schreiben hat durchaus Vorteile, vor allem für das Gehirn.

Durch das Schreiben werden nämlich andere Gehirnregionen und feinmotorische Fähigkeiten trainiert, als beim Tippen auf Geräten. Noch wichtiger: Wenn Buchstaben geschrieben werden, wird die Merkfähigkeit besser. Man spricht hier vom „Lese-Gehirn“. Vielleicht kennt Ihr das: Wenn man sich für eine Prüfung einen Spickzettel geschrieben hat, dann hat man das, was drauf steht, sowieso gelernt und kann die kleine „verbotene“ Hilfe auch getrost zu Hause lassen.

Die Handschrift ist also alles andere als ein Auslaufmodell. Laut einer Umfrage, die der Schreibwarenhersteller STABILO hat durchführen lassen, schreiben noch knapp 80 Prozent der befragten Erwachsenen und über 93 Prozent der Kinder mehrmals täglich mit der Hand. Und neun von zehn Eltern sind davon überzeugt, dass eine flüssige Handschrift die Leistungen in der Schule sehr positiv beeinflusst.

Außerdem kann es viel Spaß machen zu schreiben. Habt Ihr schon einmal von der Sütterlin-Schrift gehört? So hat man früher in Deutschland geschrieben. Probiert das doch mal aus. Auf dem Bild seht ihr das Alphabet und auch im Internet findet Ihr viel über diese schöne alte Schrift.

Bildnachweis:

Von Der Barbar – Eigener Scan aus „Sütterlin, Ludwig.: Neuer Leitfaden für den Schreibunterricht. Verlag Albrecht-Dürer-Haus. Berlin 1926“, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18502227

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